Auch wenn diverse Office-Pakete schon interessante Anwendungen für administrative Tätigkeiten bieten – an die Qualität von Handelsvertreter-Software können sie nicht herankommen, wenn es um die speziell für den Handelsvertreter wichtigen Aufgaben geht. Jahrelange Erhebungen der Entwickler bei Handelsvertretern, Vertriebsorganisationen und Handelsagenturen sorgen für umfangreiche und manchmal erstaunlich praxisnahe Programme.
Entscheidend ist natürlich die optimale Nutzung der Handelsvertreter-Software. Dazu ist es zunächst einmal wichtig, dass sich der Anwender mit der Vielfalt der Applikationen vertraut macht. Im besten Falle ergänzen sich hier gezielte Fortbildung und eigenes Erkunden und Ausprobieren. Es ist zu empfehlen, sich hierfür Zeit zu nehmen. Wer sich mit der Software auskennt, weiß sie besser zu nutzen und wird auch nicht bei der Anwendung von Funktionen überrascht. Dabei wäre es wohl noch als positiv zu betrachten, wenn sich die neu entdeckten Möglichkeiten einfach in die Arbeit integrieren ließen. Störend und nervend sind dagegen Vorgänge, die dem Anwender die Nutzung erschweren, ohne dass er nachvollziehen kann, was jetzt gerade im Programm abläuft.
Man kennt dies von Betriebssystemen, Office-Anwendungen und auch von Spielen. Nicht selten ist Unkenntnis die Ursache dafür, dass „etwas nicht läuft“. Wer hier schnell die Flinte ins Korn wirft, verpasst möglicherweise erfolgversprechende Verbesserungen der Vertriebstätigkeit.
Gelegentlich ist auch schon die falsche Herangehensweise beim Erkunden eines Programmes für das Scheitern verantwortlich. Empfehlenswert ist ein strukturiertes Vorgehen bei der Erforschung der Handelsvertreter-Software. Dazu gehören zum einen das Auflisten der eigenen Erwartungen und Wünsche und zum anderen die Darstellung der vom Programm (bzw. Softwareanbieter) proklamierten Fähigkeiten. Hier sollte man sich nicht mit einer Hitliste von drei oder fünf Aspekten begnügen, wie sie häufig zuoberst einer Werbeschrift (Produktwerbung beim Internetauftritt, Prospekt usw.) den detaillierteren Beschreibungen vorangestellt wird. Ein Blick in die technischen Daten ist ebenso notwendig wie eine Recherche bzgl. der Erfahrungen anderer Anwender (etwa im Internet) empfohlen werden kann.
Daraus ergibt sich ein Katalog, der Stichwort für Stichwort abgearbeitet werden sollte, um nicht irgendetwas zu übersehen. Denn schließlich macht sich der finanzielle und zeitintensive Aufwand oft erst bezahlt, wenn die Software im Ganzen genutzt wird.
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Geschrieben von Martin Wagner am 8 August, 2011