Lampen-Designer verstehen sich oftmals als Künstler
Wohnkultur und Design liegen mehr und mehr beieinander. Die Grenzen zwischen Kunst und Wohndesign verschwimmen zusehends.
Bei Möbeln und auch bei Lampen werden Höchstpreise für original Designklassiker aus vergangenen Zeiten gezahlt.
Beispielweise wurde auf einer Londoner Auktion im vergangenen Jahr mehr als 1, 1 Millionen Pfund für die „Lokheed Lounge“ des australischen Designers Marc Newson gezahlt. Möbel haben einen zunehmenden Sammlerwert, der in ungeahnte Dimensionen steigen kann. Design ist also oftmals mit Kunst gleichzusetzen. Dieses Crossover beider Gattungen führt auch dazu, dass viele Lampen-Designer eher als Künstler zu bezeichnen sind, denn als Designer serieller Lampen-Produktionen.
Konfrontation der Lampen-Designer mit der EU-Richtlinie
Künstler wollen sich in ihrem Tun und Wirken weder in der Umsetzung ihrer Ideen noch in der Verwendung der Materialien beeinflussen lassen. Mit der Verabschiedung der EU-Richtlinie zur Abschaffung der Glühbirne ging ein Aufschrei durch die Lampen-Designer Riege.
Nicht nur dass die die empfohlenen Energiespar-Lampen ein ungemütliches Licht verbreiten, auch für das Design vieler Lampen ist der Einsatz dieser Lampen ungeeignet.
Die bekannten Tischleuchten „Bulb“ von Ingo Maurer stellen die Glüh-Lampe als Kunstobjekt klar in den Vordergrund.
Aber auch moderne Stehleuchten, Wandleuchten, Pendelleuchten und andere Leuchten verlieren ihren Reiz und ihren Charme durch den Einsatz von Halogenstoffleuchten. Das Licht werde im Allgemeinen als kälter empfunden. Laut dem Pressesprecher der Ingo Maurer GmbH ist die Halogenstoff-Lampe keine Alternative zur Glühbirne.
Dieser Artikel wurde geschrieben für die FP Commerce GmbH.
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